Geobüro Gifhorn
info@geogif.de 05376 977504

 

Berechnung des Modells

Die Punktwolke, die aus den Schlüsselpunkten generiert wurde, erhält ein Netz sowie Texturen, die aus den Einzelfotos stammen. Das Modell wird als *.obj-Datei, die mit gängigen 3-D-Viewern betrachtet werden kann, abgelegt. 

Aus der Orthogonalprojektion des Modells resultiert dann das Orthofoto. Das Orthofoto ist unverzerrt, maßstäblich und georeferenziert. Orthofotos ähneln auf dem ersten Blick den bekannten Luftbildern aus Internetanwendungen. Sie besitzen jedoch eine wesentlich höhere Auflösung und sind naturgemäß aktuell.

Die Georeferenzierung kann auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden.

Die einfachste und schnellste Methode ist die Georeferenzierung über die GPS-Daten, die während des Überfluges vom Kopter gespeichert werden. Das Modell weist in diesem Fall eine leichte Verschiebung (horizontal) auf, die sich aus der Abweichung der GPS-Messungen ergibt. In vielen Fällen ist diese leichte Ungenauigkeit von wenigen Metern tolerabel, weil sie nur für den Außenanschluss des Modells relevant ist.

Eine genauere nachträgliche Georeferenzierung ist möglich, wenn zu Teilen des aufgenommenen Gebietes Karten mit exakten Koordinaten zur Verfügung stehen, etwa aus kommunalen digitalen Karten oder von Planungsbüros. Bei Eingabe dieser Koordinaten werden die GPS-Daten angepasst. Das Orthofoto erreicht damit eine Genauigkeit, die der der digitalen Unterlage entspricht.  

Orthofoto nach Georefferenzierung mit digitaler Flurkarte

Wesentlich aufwändiger, aber sehr genau, ist die Georeferenzierung durch Passpunkte im Gelände. Hierbei werden Vermessungspunkte vor Ort so deutlich gekennzeichnet, dass sie aus der gewählten Überflughöhe sichtbar sind. Die Koordinaten dieser Passpunkte werden beim Einlesen der Datenfotos den Bildobjekten zugeordnet und bei der Modellberechnung berücksichtigt.